60-Jahr-Feier am 24.04.2022

von Maria Brunner (Kommentare: 0)

Gelungene Nachfeier mit Ehrungen

Nach dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche konnte 1. Vorsitzende Maria Brunner 50 Frauen zum Festakt im Gasthaus Luginger anlässlich der Nachfeier des 60. Gründungstages des Zweigvereins Mirskofen begrüßen.  Am 18. April 1961 wurde der Frauenbund Mirskofen gegründet. Die 60-Jahr-Feier mußte im letzten Jahr corona-bedingt ausfallen und wurde nun nachgeholt. Als Ehrengäste konnte die Vorsitzende, Pater Nicholas Tudu, den Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Essenbach Dieter Neubauer, Marktgemeinderätin Viola Ruis-Neugebauer, Lydia Haseneder, Bezirksvorsitzende von Landshut und Vertreterin des Diözesanverbandes Regensburg begrüßen. Monika Wimmer als Pfarrgemeinderatssprecherin und Kirchenpfleger Hans Forster wurden als Vertreter der Pfarrei willkommen geheißen. Pfarrer Gromadzki ließ sich aus Termingründen entschuldigen. Zwei Gründungsmitglieder von damals, Irmgard Kolbeck und Erna Rödig wurden mit einem Blumenstrauß begrüßt. Zwei weitere Gründungsfrauen, Marilene Kapst und Angela Zobel konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Besonders gefreut hat sich die Vorsitzende darüber, auch das Ehrenmitglied Hedwig Groden und ihre Vorgängerin im Vorsitz, Mechthild Sigl begrüßen zu können. Den beiden Frauen wurde bei dieser Gelegenheit nochmals für ihre großartige Arbeit für den Verein gedankt.

In seinem Grußwort bedankte sich Bürgermeister Neubauer für das Engagement des Vereins. Ein aktives Vereinsleben ist wichtig für das Allgemeinwohl und die Lebensqualität am Ort. Deshalb unterstützt die politische Gemeinde gerne die Vereine. Vor 60 Jahren waren die Zeiten anders, so Neubauer weiter. Nach den entbehrungsreichen Nachkriegsjahren sehnten sich die Menschen wieder nach Zerstreuung und Freude. Da kam die Gründung eines Frauenbundes zum richtigen Zeitpunkt. Wie wichtig dieser Impuls damals war, zeigte sich an dem großen Zuspruch den der Verein in den folgenden Jahren erfahren hat. Bürgermeister Neubauer wünschte dem Frauenbund weiterhin viel Kraft und Freude.

An die Worte des Bürgermeisters knüpfte die 1. Vorsitzende Maria Brunner in ihrer Ansprache an. Anfang der 60er Jahre war es nicht üblich, daß Frauen ohne ihre Männer ins Wirtshaus gehen. Aber da es etwas mit der „Kirche“ zu tun hatte, und auch der Pfarrer mit dabei war, müsse es wohl in Ordnung sein, so dachte man damals. Bald entwickelte sich der Frauenbund zu einem beliebten Treffpunkt für die Frauen in Mirskofen und den Doierern, wie die Frauen aus den Nachbarorten

 

 

Artlkofen, Bruckbach und Umgebung gerne genannt werden. Neben religiösen Veranstaltungen erfreuten sich die geselligen Runden, die Faschingsfeiern und die Ausflüge  großer Beliebtheit. Der Frauenbund war von Anfang an kein langweiliger Verein von „Betschwestern“. Maria Brunner erzählte aus ihrem Leben, wie sie vor 30 Jahren  zum Frauenbund gekommen ist. Als sie als „Zuagroaste“ den Kontakt zu anderen Frauen und jungen Müttern im Dorf suchte, stieß sie auf den Frauenbund. Dort wurde sie sehr freundlich aufgenommen, und es sind Freundschaften entstanden, die bis heute andauern. Der Frauenbund Mirskofen kann stolz auf die vergangenen Jahre zurückblicken. Jedes Jahr ist es dem Vorstandsteam gelungen ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine zu stellen. Dabei wurde der Vereinszweck nie aus den Augen verloren:

                                Spiritualität – Bildung - Geselligkeit - Wohltätigkeit.

Schöne Maiandachten wurden gestaltet, Ausflüge, Vorträge und Kurse organisiert, man traf sich zum Frühstücken und zu Faschingsfeiern. Man lernte Weidenflechten und QiGong. Mit dem Verkauf von Palm- und Kräuterbüscherln wurden Spendengelder gesammelt und viele Hilfsprojekte unterstützt, zuletzt mit Spenden an die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine.

 Trotz aller Freude, so Maria Brunner weiter in ihrer Rede,  ist es für den Frauenbund Mirskofen ebenso wie für andere Vereine, in letzten Jahren schwierig geworden, die Mitglieder für den Verein zu begeistern. Es haben sich viele andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aufgetan. Viele Frauen haben auch Probleme mit dem Namen des Vereins. Zum einen das „Katholisch“ und dann  „Frauenbund“ hört sich für viele altmodisch an.  Nicht zuletzt wegen der Skandale, welche die katholische Kirche in jüngster Zeit erschüttert haben, sind auch jungen Frauen nicht mehr für den Frauenbund zu begeistern. Frauen sind in der Katholischen Kirche noch weit entfernt von der Gleichberechtigung.

Im nächsten Jahr stehen beim Frauenbund Mirskofen Neuwahlen an. Die amtierende Vorsitzende Maria Brunner wird nach drei Amtsperioden nicht mehr zur Wahl stehen. Einige Vorstandsmitglieder haben angekündigt, nicht mehr kandidieren zu wollen.  Es tun sich schwierige Zeiten auf. Die jetzige Vorsitzende möchte ihr Engagement zurückschrauben, um den Weg frei zu machen, für eine Neuausrichtung des Vereins. Im Endeffekt aber, betonte Maria Brunner, entscheiden die Mitglieder; hängt es vom Engagement der Mitglieder ab, wie es mit dem Verein weitergehen soll. Derzeit zählt der Verein  immerhin 104 Mitglieder.

 

 

 

 

 

Für langjährige Mitgliedschaft konnte Lydia Haseneder, als Vertreterin des Diözesanverbandes Regensburg, Ehrungen verleihen. Mit der Goldnadel mit Stein für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Anna Weinzierl und Zenta Sigl ausgezeichnet. Die Goldnadel für 40 Jahre treue Mitgliedschaft erhielten Maria Ragner und Elisabeth Rieder. Über eine Silbernadel für 20-jährige Mitgliedschaft freuten sich Angelika Kolbeck, Maria Kose, Sofie Pichlmeier und Helma Stiller.

In ihrer Schlußrede richtete Maria Brunner einen flammenden Appell an die Gäste den christlichen Glauben nicht zu vernachlässigen. Gerade in Bayern gehört der Katholische Glaube,  seine Feste und Rituale zum Kulturgut. Erst in die Kirche, da zum Feiern,  so ist es der Brauch. Die Religion gibt den Menschen Erdung. „Der Mensch ist ein religiöses Wesen, zu allen Zeiten in allen Kulturen suchte er nach dem Göttlichen.  Die christliche Botschaft hätte viel Potential den Menschen Beistand und Orientierung zu geben. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für die Basis der Gläubigen eine Erneuerung der Glaubensgemeinschaft aller Christen voranzubringen.“, so die Worte von Maria Brunner. Die nächste Veranstaltung des Frauenbundes ist eine feierliche Maiandacht am Freitag 6. Mai um 19 Uhr in der Pfarrkirche in Mirskofen.

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